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Physiker der Universität Wien meldeten im Mai 2026 einen fast hundertfachen Sprung bei der Lebensdauer winziger magnetischer Schwingungen namens Magnonen – von wenigen hundert Nanosekunden auf rund 18 Mikrosekunden.
Magnonen sind wellenartige Schwingungen in der Magnetisierung eines magnetischen Materials, und weil sie empfindliche Quanteninformationen tragen können, werden sie als möglicher Baustein für Quantencomputer erforscht. Mit ultrareinem Yttrium-Eisen-Granat bei tiefen Temperaturen verlängerte das Team die Lebensdauer von Magnonen um fast das Hundertfache und zeigte damit, dass diese zuvor durch Materialverunreinigungen begrenzt war, nicht durch die Physik selbst.
Das hat nichts mit gewöhnlicher Festplattenspeicherung zu tun; Magnonen dienen der Quanteninformationsverarbeitung, nicht der Speicherung von Verbraucherdaten. Es macht Kühlung auch nicht überflüssig – das Experiment war auf tiefe Temperaturen angewiesen.
Weil Magnonen in kompakten magnetischen Chips existieren statt in großen supraleitenden Schaltkreisen, eröffnet dies die Möglichkeit, dass Quantencomputer künftig deutlich kleiner werden könnten.
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