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Eine verbreitete Faustregel achtet auf zwei aufeinanderfolgende Quartale mit schrumpfendem BIP, wenn Produktion, Ausgaben und Einstellungen gleichzeitig nachlassen.
Eine Rezession ist ein breiter, anhaltender Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität, keine einzelne schlechte Schlagzeile. Sie zeigt sich gleichzeitig in vielen Kennzahlen: Fabriken produzieren weniger, Unternehmen geben weniger aus, und Firmen bremsen Neueinstellungen oder beginnen mit Entlassungen. Ökonomen werten zwei aufeinanderfolgende Quartale mit schrumpfendem BIP oft als praktisches Warnsignal, wobei offizielle Rezessionsfeststellungen zusätzlich Beschäftigung, Einkommen und Konsumdaten zusammen berücksichtigen, statt sich auf eine einzige Regel zu verlassen.
Ein einzelner schlechter Börsentag ist nur kurzfristige Schwankung und kann selbst in einer gesunden, wachsenden Wirtschaft vorkommen; Märkte reagieren viel häufiger auf Nachrichten und Stimmungen, als die reale Wirtschaft tatsächlich schrumpft. Ein allgemeiner Preisanstieg ist Inflation, ein völlig anderes Phänomen, das sowohl im Aufschwung als auch im Abschwung auftreten kann.
Rezession und Inflation können sogar gleichzeitig auftreten, eine schmerzhafte Kombination, die man "Stagflation" nennt, bei der die Preise weiter steigen, obwohl Arbeitsplätze und Produktion schrumpfen.
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